Wohnen für Menschen mit Beeinträchtigungen
Ein Zimmer oder ein eigenes Studio auf der Wohngruppe.Menschen mit psychischen, kognitiven oder mehrfachen Beeinträchtigungen können in unserem Wohnheim zwischen verschiedenen Wohnformen wählen.

Mehr als nur ein Wohnheim
Wir unterstützen die Bewohnenden dabei, ihr Leben möglichst selbstbestimmt, eigenverantwortlich und selbstständig zu gestalten.
Dazu gehört es auch, dass sie sich Ziele setzen und daran arbeiten, diese zu erreichen. Auf den Wohngruppen übernehmen sie Ämtli und helfen etwa im Haushalt mit oder übernehmen den Postdienst.
Wir ermutigen die Bewohnenden, sich gegenseitig zu helfen, damit innerhalb der Gruppe ein Wir-Gefühl entsteht. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, ihre persönlichen Stärken einzubringen und sich für die eigenen Bedürfnisse einzusetzen. Die Bezugspersonen sind täglich im Austausch mit den Bewohnenden.
Auf einen Blick
- Moderne Wohnformen, ob Studio, Wohngruppe oder Pflegestation
- Im Mittelpunkt stehen professionelle, ganzheitliche Pflege und Betreuung
- Persönliche Entwicklung wird gefördert
- Sinnstiftende Arbeit, vielseitige Aktivitäten sind möglich
- Ausgeglichenes und aktives Leben in Frienisberg
- Familiäre Stimmung mitten in einem modernen Dorf im Grünen

Mitsprache im Bewohnenden-Rat
Im Bewohnenden-Rat können die Bewohnenden zweimal im Jahr ihre Meinung und ihre Wünsche einbringen.Der Bewohnenden-Rat hat schon verschiedene Verbesserungen angestossen: Statt auf kleinen Tellern wird der Salat heute in einer grossen Schüssel serviert, aus der alle so viel schöpfen können, wie sie wollen. Ausserdem stehen mehr Parkbänke bereit und die Bewohnenden können jeden Monat mit dem Heimbus in die Stadt fahren, um einzukaufen.

Porträt eines Bewohners
«Jeder Moment zählt»
Ein vertrautes Dorf, sinnvolle Arbeit und Menschen, die mir wichtig sind: Frienisberg ist mein Zuhause.Als ich mit meiner Frau auf den Niesen fahren durfte, ging für mich ein grosser Wunsch in Erfüllung. Dieser Ausflug war eine Wunschfahrt, die mir EasyCab ermöglicht hat. Der weite Blick über den Thunersee, die besondere Stimmung und das feine Nachtessen werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Meine Frau habe ich in Frienisberg kennengelernt. Aus Freundschaft wurde Liebe. Wir haben im Dorf geheiratet und mit Familie und Freunden in einer nahen Waldhütte gefeiert.
Seit 16 Jahren lebe ich hier. Im Dorf kennt man sich, man grüsst sich und redet miteinander – das tut gut. Mit der Zeit bin ich Teil des Dorflebens geworden. Und weil ich gerne mit Holz arbeite, bin ich im Holzatelier tätig, wo ich unsere Lichterloh fertige.
Heute schätze ich die kleinen Augenblicke, denn sie geben meinem Alltag Kraft.
Thomas K. ist IV-Rentner in Frienisberg
Sinnstiftende Beschäftigung und Freizeitangebot
In Frienisberg erhalten die Bewohnenden die Möglichkeit, in einer Tagesstruktur zu leben, die auf ihre Interessen und Bedürfnisse abgestimmt ist.Sie können in den Ateliers einer sinnstiftenden Beschäftigung nachgehen, an den verschiedenen täglichen Aktivitäten teilnehmen sowie an den weiteren Freizeitangeboten.

Porträt einer Mitarbeiterin Betreuung
«Gemeinsam geht vieles leichter»
Ich begleite Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen durch ihren Alltag. Nähe entsteht, wenn ich mir Zeit nehme.Der Tag auf der Wohngruppe beginnt am Zmorgentisch, den ich oft mit einem Familientisch vergleiche. Ich höre zu und spreche mit den Bewohnenden darüber, was sie bewegt. Ihre Bedürfnisse stehen im Vordergrund.
So sind Ideen für einen Pizzaplausch, einen Grillabend oder einen Ausflug entstanden, die wir gemeinsam umgesetzt haben. Ich habe auch schon Ferien für die Bewohnenden organisiert und begleitet, etwa auf der Meielisalp am Thunersee. Diese unbeschwerten Momente verbinden und stärken das Vertrauen.
Die Wertschätzung, die ich den Bewohnenden gebe, kommt zu mir zurück. Meine Arbeit mag ich, weil ich Raum habe, Menschen wirklich zu begegnen. Und ich lerne viel von ihnen: Langsamkeit, kleine Gesten und die Freude an einfachen Momenten.
Yvonne Stämpfli arbeitet seit 2007 Jahren in Frienisberg und bringt so Beständigkeit und Stabilität auf ihre Wohngruppe. Zuhause in Lobsigen bewirtschaftet sie zusammen mit ihrem Mann den eigenen Bauernhof und sie wirkt zudem im Gemeinderat der Gemeinde Seedorf mit.

Porträt eines Bewohners
«Mir ist nie langweilig.»
Den ganzen Tag im Zimmer hocken? Da würde mir d’Tili ufen Chopf fallen.Was früher war, möchte ich nicht wieder hervorkramen, um nichts ins Grübeln zu geraten. Ich schaue nach vorn.
Seit rund 20 Jahren lebe ich in Frienisberg, heute in einem Studio mit Balkon auf einer Wohngruppe. Ich bin unabhängig, kann vieles selbst entscheiden und fahre auch mal allein mit dem Poschi nach Lyss, was ich sehr schätze. Gleichzeitig bekomme ich Hilfe, wenn ich nicht so zwäg bin. Zwei halbe Tage in der Woche helfe ich in der Wäscherei mit und falte Tüchli – das ist meine Therapie für Hände und Handgelenke, die durch die Arbeit beweglich bleiben. Ich zeichne, male Mandalas oder übe mich im Fingerlisme und verschenke dann die Bändeli. Dabei höre ich gute Musik. Auf der Wohngruppe mache ich mich gerne nützlich. Es ist mir wichtig, dass wir einander helfen.
Heinz M. ist IV-Rentner in Frienisberg

Beratung und Eintritt
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