«Ich begleite Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen durch ihren Alltag. Nähe entsteht, wenn ich mir Zeit nehme.»
Der Tag auf der Wohngruppe beginnt am Zmorgentisch, den ich oft mit einem Familientisch vergleiche. Ich höre zu und spreche mit den Bewohnenden darüber, was sie bewegt. Ihre Bedürfnisse stehen im Vordergrund.
So sind Ideen für einen Pizzaplausch, einen Grillabend oder einen Ausflug entstanden, die wir gemeinsam umgesetzt haben. Ich habe auch schon Ferien für die Bewohnenden organisiert und begleitet, etwa auf der Meielisalp am Thunersee. Diese unbeschwerten Momente verbinden und stärken das Vertrauen.
Die Wertschätzung, die ich den Bewohnenden gebe, kommt zu mir zurück. Meine Arbeit mag ich, weil ich Raum habe, Menschen wirklich zu begegnen. Und ich lerne viel von ihnen: Langsamkeit, kleine Gesten und die Freude an einfachen Momenten.
Yvonne Stämpfli arbeitet seit 2007 in Frienisberg und bringt so Beständigkeit und Stabilität auf ihre Wohngruppe. Zuhause in Lobsigen bewirtschaftet sie zusammen mit ihrem Mann den eigenen Bauernhof und sie wirkt zudem im Gemeinderat der Gemeinde Seedorf mit.
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